Das Zähne bleichen kann die Zähne und Zahnhälse überempfindlich für Kälte, Wärme, Süßes oder Saures machen. Diese Erscheinungen sind jedoch meist nur temporär und klingen in einigen Tagen nach der Behandlung ab. Wahrscheinlich ist diese Überempfindlichkeit auf eine Austrocknung des Zahnschmelzes beziehungsweise des Dentins zurückzuführen. Die verstärkte Empfindlichkeit der Zähne lässt sich in vielen Fällen durch Fluoridierungsmaßnahmen beheben. Man sollte die Bleichung aber auf keinen Fall mehrmals jährlich durchführen und sich mit dem behandelnden Zahnarzt absprechen.
Die verwendeten Zahnaufhellungsmittel sollten einen niedrigen pH-Wert haben, was bedeutet, dass die Bleichmittel sauer sind. Dadurch können die Zahnsubstanzen durch das Bleichen oberflächlich aufgeraut werden. Daher sollte man stets darauf achten, dass nur Zahnaufhellungsmaterialien im pH-neutralen Bereich angewendet werden.
Das Bleichmittel kann Reizungen der Schleimhaut verursachen. Nach derzeit vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen wird die Zahnhartsubstanz nicht beeinträchtigt, sofern man die Anwendungsvorschriften beachtet, so die Bundeszahnärztekammer.
Beim Zähne bleichen werden die Farbpigmente im Zahnschmelz durch eine chemische Oxidation verändert, was die Aufhellung bewirkt. Seit Anfang der 90er Jahre ist eine Vielzahl an Studien über das Zähne bleichen erschienen. Diese Studien zeigten, dass bei sachgerechter Behandlung keine Schädigung der Zähne zu befürchten ist. Inzwischen gibt es sogar Präparate, die Fluorid und Kaliumnitrat enthalten und bei diesen sogar ein kariesschützender Effekt festgestellt wurde.
Eine bleibende Schädigung von Zahnschmelz, Dentin, Pulpa oder Zahnfleisch durch das Zähne bleichen wurde bis jetzt nicht beobachtet. Einige aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch Veränderungen an der Zahnschmelzoberfläche, die auch nach der Zahnbleichung nicht wieder verschwanden. Inwiefern diese Veränderungen negative Auswirkungen auf den Zahn haben, konnte jedoch noch nicht geklärt werden.
Frauen während der Schwangerschaft und stillende Frauen dürfen mit den Wirkstoffen nicht in Berührung kommen und müssen auf das Zähne bleichen verzichten. Des Weiteren sollte man auf die Inhaltsstoffe der Bleichmittel nicht allergisch reagieren. Aus diesem Grund wird man beim Zahnarzt auch geben, einen zweiseitigen Bogen mit Fragen zur eigenen Krankheitsgeschichte ausfüllen. Da die Bleichmittel die Krebs erregenden Substanzen im Rauch verstärken wird Rauchern geraten, für die Dauer der Behandlung nicht zu rauchen oder das Rauchen zumindest stark zu reduzieren. Bei stark beschädigten und vielen Zähnen mit Füllungen macht das Bleaching keinen Sinn. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, hat keine Nebenwirkungen zu befürchten